Otto Herzog erhält Auszeichnung für besondere Verdienste als Ausbilder

Muhr am See, Absberg: Im Rahmen der Abschlussfeier des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks 2019 wurde Herrn Otto Herzog, Seniorchef der Bäckerei Herzog, als Anerkennung seiner langjährigen Verdienste als Ausbilder im Bäcker- und Konditorenhandwerk, eine Ehrenurkunde des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft-, Landesentwicklung und Energie, verliehen. Diese wurde ihm im Januar 2020 in Nürnberg von Herrn Christian Sendelbeck, Vizepräsident der Handwerkskammer für Mittelfranken, überreicht.

Von links nach rechts: Christian Herzog, Otto Herzog, Helena Herzog, Alexander Herzog

Die Urkunde stellt eine hohe Auszeichnung dar, die nur an herausragende Persönlichkeiten vergeben wird, die besondere Leistungen im Bereich der handwerklichen Berufsausbildung erbracht haben. Sie soll ihr außerordentliches Engagement und ihre Erfolge im Hinblick auf die Förderung und Betreuung von Nachwuchskräften hervorheben und entsprechend würdigen.

Die Ausbildung von Nachwuchshandwerkern hat im Hause Herzog bereits jahrzehntelange Tradition. Seit 1980 bietet der Betrieb jungen Menschen die Gelegenheit in familiärer Atmosphäre den Beruf Bäcker/in, Konditor/in oder Bäckereifachverkäufer/in zu erlernen. Über 100 Auszubildende haben seitdem ihre Gesellenprüfung abgelegt und nicht wenige von ihnen sind ihrem Ausbildungsbetrieb immer noch treu, wie z.B. Manfred Schiefer, einer der ersten Bäckerlehrlinge die ihre Lehrzeit unter der Anleitung und Aufsicht von Lehrmeister Otto Herzog absolviert haben und der auch heute noch in der Backstube in Muhr am See täglich frisches Brot und knusprige Herzogweckli zaubert.

Auch für den Sohn und Nachfolger Alexander Herzog ist die Lehrlingsausbildung eine Herzensangelegenheit und ein außerordentlich wichtiger Bestandteil des familiengeführten Betriebs. „Unser Handwerk ist das Schönste auf der Welt! Wir können mit lebendigen Rohstoffen arbeiten und Produkte herstellen, die unsere Kunden genießen können“, schwärmt der gelernte Bäckermeister. Mit dieser Leidenschaft für seinen Beruf möchte er auch die Jugend begeistern. Derzeit kann er 6 Azubis zu seinen Mitarbeitern zählen, 2 in der Bäckerei, 1 im Verkauf und 3 in der Konditorei. 25 bis 30 Lehrlinge könnte der Betrieb jährlich ausbilden, allerdings ist es schon seit einiger Zeit schwer Bewerbungen zu bekommen.

Um dem derzeit herrschenden Nachwuchsmangel entgegenzuwirken, hat er deshalb ein eigenes „Herzog- Ausbildungsprogramm“ erstellt, das unter anderem übertarifliche Bezahlung, Fahrtkostenzuschuss und Boni für gute Leistungen vorsieht. Außerdem bietet der Betrieb interessierten Jugendlichen die Möglichkeit Praktika zu absolvieren, um die angebotenen Berufe näher kennenzulernen. So können ihnen die Chancen und Möglichkeiten nähergebracht werden, die Handwerksberufe mit sich bringen. Und oftmals ergibt sich über diesen Weg ein Lehrverhältnis und die Chance auf einen qualifizierten Berufsabschluss mit Zukunft.

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